Übelkeit in der Schwangerschaft

Während die Ursachen einer Schwangerschaft für die zukünftigen Eltern klar auf der Hand liegen, werden viele werdende Mütter von ihrer plötzlichen Schwangerschaftsübelkeit und dem damit zumeist einhergehenden Erbrechen, „kalt erwischt“. Ausgerechnet zu Beginn der Schwangerschaft sehen sie sich direkt mit einem belastenden Problem konfrontiert … Fachsprachlich bezeichnet man das Schwangerschaftserbrechen als Emesis gravidarum.

Ursachen

Typischerweise tritt die Übelkeit direkt in der Frühphase der Schwangerschaft auf. Die Gründe dafür sind noch nicht vollständig geklärt. Mit hoher Wahrscheinlichkeit stehen jedoch hormonelle Veränderungen dahinter, in deren Rahmen solange schwangerschaftserhaltende Hormone ins Blut abgegeben werden, bis das Plazentagewebe voll ausgereift ist und diese selbst produzieren kann. Diese Modellvorstellung könnte auch eine Erklärung dafür sein, dass die Schwangerschaftsübelkeit kurz nach der Befruchtung auftreten kann und bis in die 20. Woche reichen kann. In der späteren Schwangerschaftsphase sind üblicherweise nur noch sehr wenige Frauen von Übelkeit und Erbrechen betroffen.

In sehr seltenen Fällen kann es zu einer schwereren Form des Schwangerschaftserbrechens, der sogenannten Hyperemesis gravidarum, kommen. Prominentes Beispiel für einen solchen, seltenen Fall ist zum Beispiel Catherine, Herzogin von Cambridge und Ehefrau des britischen Prinzen William. Diese zweite, schwere Verlaufsform ist ein dringend behandlungsbedürftiges Ereignis, die Therapie gehört hier von Anfang an in ärztliche Hand.

Symptome

Im Falle der Emesis gravidarum kann es phasenweise zu Übelkeit oder auch kurzzeitig zu Erbrechen kommen, wohingegen sich die deutlich seltenere Verlaufsform der Hyperemesis gravidarum nicht nur auf morgendliche Übelkeit beschränkt, sondern sich durch anhaltende, schwere Brechattacken über den ganzen Tag und auch in der Nacht äußern kann.

Unabhängig von dem ernormen Leidensdruck für die werdende Mutter, kann es durch den massiven Flüssigkeits- und Elektrolytverlust auch zu einer ernsthaften Gefährdung für Mutter und Kind kommen. Kreislaufschwäche und Störungen des Blutdrucks sind nur zwei von zahlreichen, möglichen Effekten – eine Diagnose und Behandlung durch den Arzt ist in diesen Fällen daher unbedingt erforderlich.

Behandlung

In den leichteren Verlaufsformen der Emesis gravidarum ist eine medikamentöse Behandlung in vielen Fällen nicht erforderlich. Häufig verspüren viele Schwangere bereits eine Linderung durch bewährte alternative Heilverfahren, wie zum Beispiel Akupunktur und Akupressur. Auch der Einsatz pflanzlicher Wirkstoffe, wie zum Beispiel Ingwer, kann in vielen Fällen dazu beitragen, die unangenehme Übelkeit in der Schwangerschaft zu lindern.

Welches Mittel gegen Schwangerschaftsübelkeit?

Im Falle der Hyperemesis gravidarum muss zunächst die ausreichende Elektrolytversorgung wiederhergestellt werden. Dazu werden die betroffenen Frauen stationär im Krankenhaus aufgenommen und per Tropf intravenös mit Elektrolyten versorgt. Ein wichtiges Therapieziel ist es dann selbstverständlich auch, die Brechattacken als Auslöser des Elektrolytverlustes unmittelbar zu stoppen. Hierzu kann Vomex A mit dem Wirkstoff Dimenhydrinat eingesetzt werden. Vomex A dämpft die Tätigkeit des Brechzentrums und hilft sehr schnell: die Wirkung setzt schon nach 15 - 30 Minuten ein, bei der Anwendung von Zäpfchen nach etwa 30 - 45 Minuten.

Dimenhydrinat ist ein langjährig bewährter und gut erforschter Wirkstoff, für den es bislang keine Hinwise auf fruchtschädigende Effekte gibt. Dennoch gehört die Behandlung mit Vomex A in der Schwangerschaft immer in die Hand eines Arztes und einer gezielten Nutzen- Riskobewertung. 

Schon gewusst?

8 von 10 Schwangeren leiden im ersten Drittel ihrer Schwangerschaft unter Schwangerschaftsübelkeit, viele Betroffene klagen ebenso über Erbrechen. In der Regel verschwindet die Schwangerschaftsübelkeit nach spätestens drei Monaten. 

Mehr zum Thema

Fragen zum Thema Schwangerschaftsübelkeit

In den ersten zwei Dritteln der Schwangerschaft ist die Behandlung von Übelkeit mit Vomex A generell möglich. Bisher liegen keine gesicherten Hinweise vor, dass Dimenhydrinat die Entwicklung des Ungeborenen in den ersten zwei Dritteln der Schwangerschaft beeinträchtigt. Nehmen Sie Vomex A in der Schwangerschaft jedoch nur nach Rücksprache mit einem Arzt ein!