Meinem Kind ist übel – was darf es essen?

Bauchschmerzen und Übelkeit sind bei Kindern keine Seltenheit. Die Ursachen dafür sind vielfältig und völlig unterschiedlicher Natur. Zu den häufigsten Gründen für Übelkeit bei Kindern, zählen vor allem Magen-Darm-Infektionen durch Viren oder Bakterien, bestimmte Nahrungsmittel, Reiseübelkeit aber auch Sorgen und Stress. Wirkt Ihr Kind krank, hat Fieber oder leidet unter Erbrechen und Durchfall, ist grundsätzlich ein Besuch beim Kinderarzt angebracht. Ein gemütliches Krankenlager mit einer kuscheligen Decke, ein warmes Körnerkissen auf dem Bauch und möglichst viel Ruhe tun den meisten Kindern im ersten Schritt gut.

Das Wichtigste zuerst: Trinken!

Natürlich spielt die Ursache der Bauchschmerzen oder Übelkeit bei Ihrem Kind eine entscheidende Rolle, wenn es um die Wahl geeigneter Speisen geht. Das gilt besonders dann, wenn ein Magen-Darm-Infekt dahinter steckt, denn die Schleimhaut der Verdauungsorgane ist nun gereizt und sollte behutsam behandelt werden.

  • Bei Bauchschmerzen und Übelkeit gilt generell: Hat Ihr Kind keinen Appetit, überreden Sie es nicht zum Essen! Oftmals entscheiden Kinder instinktiv richtig, indem Sie ihren Körper jetzt nicht zusätzlich mit Nahrung belasten.
  • Ihr Kind sollte besonders bei Durchfall und Erbrechen mit ausreichend Flüssigkeit versorgt sein. Geschieht dies nicht, besteht die Gefahr, dass der Körper austrocknet. Besonders bei kleinen Kindern und Säuglingen kann dies schon nach wenigen Stunden der Fall sein.
  • Geeignete Getränke für Kinder mit Bauchschmerzen sind stilles Wasser, am besten raumtemperiert, sowie Kräutertees. Ist eine Magen-Darm-Infektion ausgeschlossen, sind auch Saftschorlen in Ordnung.
  • Bei Durchfall und Erbrechen sollten Sie auf kohlensäurehaltige Getränke und Säfte verzichten, da diese die Schleimhäute von Magen und Darm zusätzlich reizen.
  • Fehlt Ihrem Kind gänzlich der Appetit, können Sie in Tees zusätzlich Traubenzucker, oder – bei Kindern über einem Jahr – auch Honig einrühren. Auf diese Weise verhindern Sie, dass der Blutzuckerspiegel zu sehr absinkt.
  • Bestimmte Kräutertees wirken besonders beruhigend, entkrampfend und entblähend auf Magen und Darm. Dazu gehören vor allem Kamille sowie Mischungen aus Fenchel, Anis und Kümmel.
  • Hat Ihr Kind Durchfall oder muss sich häufiger übergeben, verliert es neben Flüssigkeit auch wichtige Salze (Elektrolyte). In diesem Fall können Sie die Getränke zusätzlich mit Glukose-Elektrolyt-Lösungen aus der Apotheke ergänzen oder Ihren Kinderarzt nach einem geeigneten Produkt fragen. Stillbabys sollten weiterhin gestillt werden, nach Rücksprache mit dem Kinderarzt können Elektrolyte zusätzlich über die Flasche verabreicht werden.

Um seinen Flüssigkeitsbedarf zu decken, muss Ihr Kind nicht unbedingt große Mengen auf einmal trinken. Meist ist es besser, in kleinen Schlucken und über den Tag verteilt zu trinken. Bei häufigem Erbrechen können zudem Zäpfchen mit dem Wirkstoff Dimenhydrinat (Vomex A) die Übelkeit lindern und so dafür sorgen, dass Ihr Kind die aufgenommene Flüssigkeit auch bei sich behält.

Kinder mit Übelkeit: Zeit für Schonkost

Damit Ihr Kind bei länger andauernder Übelkeit nicht zu sehr in einen Hungerzustand gerät, stellen Sie ihm stets einen Teller mit Kleinigkeiten griffbereit z.B.:

  • Zwieback
  • Knäckebrot
  • Brötchen (Weißbrot) oder Toast
  • Salzbrezeln

Warme Mahlzeiten für Kinder mit Bauchschmerzen sollten möglichst leicht und bekömmlich sein, verzichten Sie deshalb auf zu viel Fett und Eiweiß. Ein klassisches Gericht bei Durchfallerkrankungen ist etwa die Möhrensuppe nach Moro, die Sie nach folgendem Rezept sehr einfach zubereiten können:

Zutaten:

  • 500 Gramm Möhren
  • 1 Liter Wasser
  • 3 Gramm Kochsalz

Schälen, waschen und zerkleinern Sie die Möhren und kochen Sie diese etwa eine Stunde in Wasser. Gießen Sie anschließend die Flüssigkeit in ein separates Gefäß ab. Pürieren Sie die Möhren und füllen Sie das Püree anschließend mit dem aufgefangenen Sud wieder auf und fügen Sie das Salz hinzu. Die Suppe ist nicht nur gut verträglich – beim Kochen der Möhren entstehen bestimmte Stoffe (Oligogalakturonide), die verhindern, dass krankmachende Darmkeime an der Darmschleimhaut anhaften. Schädliche Bakterien können so leichter ausgeschieden werden.

Tipp:

Nicht alle Kinder sind vom Anblick der Möhrensuppe sofort begeistert. Rösten Sie einige Weißbrotwürfel ohne Fett in einer Pfanne an und ordnen Sie diese auf der Suppe z.B. zu einem lachenden Gesicht. Sie werden sehen: Ihr Kind findet die Suppe gleich sehr viel ansprechender!

Sollte Ihr Kind Möhren ablehnen, gibt es natürlich auch Alternativen:

  • Kartoffeln, gewürfelt oder gestampft und leicht gesalzen
  • Broccoli oder Blumenkohl gedünstet und leicht gesalzen (sofern keine Blähungen im Spiel sind)
  • Nudeln (besondere Variationen in Farbe und Form kommen oft gut an)
  • Reis
  • Gemüse- oder Fleischbrühe (z.B. auch mit Buchstabennudeln für größere Kinder)

Wenn Ihr kleiner Patient Lust auf Süßes verspürt, kommen Bananen und geriebene Äpfel infrage, oder auch ein mit Traubenzucker gesüßter fettarmer Joghurt. Oft vertragen Kinder allerdings nach Magen-Darm-Infekten für einige Zeit Frucht- und Milchzucker weniger gut – daher sollten Sie sich an letztere Speisen vorsichtig und nur in kleineren Mengen herantasten.

Auf diese Lebensmittel sollten Sie besser verzichten, wenn Ihr Kind unter Übelkeit und Bauchweh leidet:

  • Süßigkeiten
  • Limonaden
  • Milch und Kakao
  • Fettige Speisen wie Chips, Pommes Frites, Wurst oder Käse

Fühlt sich Ihr Kind nach ein paar Tagen bereits wohler, können Sie nach und nach wieder zur gewohnten Kost übergehen – bessern sich die Beschwerden hingegen nicht, suchen Sie in jedem Fall Ihren Kinderarzt auf.

Hier gibt es weitere Ernährungstipps bei Übelkeit.

Quellen:

Online-Informationen der Kinderärzte im Netz

Online-Informationen der Ärztezeitung

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Fragen zum Thema Kinder

Für Kinder geeignet sind:

  • Vomex A® Kinder-Suppositorien 40mg
  • Vomex A® Kinder-Suppositorien 70mg forte
  • Vomex A® Sirup

Vomex A ist ein wirksames Arzneimittel gegen Übelkeit und Erbrechen. Gerade bei Kindern spielt die richtige Dosierung eine wichtige Rolle. Denn versehentliche Überdosierung etwa durch eine erneute Sirupgabe nach Erbrechen oder einer bewussten Überdosierung im Sinne von „viel hilft viel“ kann zu ernsthaften Nebenwirkungen führen. Besprechen Sie die Dosierung für ihr Kind daher in jedem Fall mit ihrem Arzt oder Apotheker.

Falls Sie die Dosierung überschritten haben oder Sie unsicher im Umgang mit dem Arzneimittel sind, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Vomex A ist, wenn vom Arzt nicht anders verordnet, nur zur kurzzeitigen Anwendung vorgesehen. Vomex A hilft schnell und zuverlässig. Bestehen wider Erwarten anhaltende Beschwerden sollte deshalb ein Arzt aufgesucht werden.

Wenn Ihr Kind unter Reiseübelkeit leidet, ist Vomex A das Mittel der Wahl. Beachten Sie hierzu die Hinweise zu Dosierung und Anwendung in der Gebrauchsinformation. Hinweis: Vomex A kann eine halbe Stunde vor Reiseantritt eingenommen werden.

Bei diesen kleinen Patienten kommt es wesentlich schneller als bei Erwachsenen zu einer Dehydratation ("Entwässerung") und großen Mineralstoff-Verlusten. Da Kinder einen anderen Wasserhaushalt und Stoffwechsel haben als Erwachsene, wird starkes Erbrechen für sie sehr viel schneller gefährlich.